Georgien liegt dort, wo Europa auf Asien trifft – ein Land, in dem sich schneebedeckte Viertausender des Kaukasus, subtropische Schwarzmeerküste und uralte Weinterrassen auf engstem Raum begegnen. Seit über 8.000 Jahren wird hier Wein in bauchigen Tongefäßen, den Qvevri, hergestellt, und die berühmte georgische Gastfreundschaft macht aus jedem Abendessen ein kleines Fest. Am Steuer eines Mietwagens entdecken Sie in Ihrem eigenen Tempo Klosteranlagen aus dem 6. Jahrhundert, mittelalterliche Wehrtürme und Bergdörfer, die sich seit Jahrhunderten kaum verändert haben.
Von der Hauptstadt über den Hohen Kaukasus bis zur Weinregion Kachetien.
Ihre Reise beginnt in Tiflis, wo schiefe Holzbalkone, dampfende Schwefelbäder und moderne Glasarchitektur einträchtig nebeneinander stehen. Zu Fuß erkunden Sie die Altstadt rund um Sioni-Kathedrale und Freiheitsbrücke, ehe die Seilbahn Sie zur Festung Narikala hinaufträgt. Nur wenige Kilometer entfernt liegt Mzcheta, die einstige Hauptstadt Georgiens – mit Swetizchoweli-Kathedrale und Dschwari-Kloster gleich zwei UNESCO-Welterbestätten.
Nordwärts folgen Sie der legendären Georgischen Heerstraße: vorbei an der Festung Ananuri über dem türkisfarbenen Schinwali-Stausee, hinauf über den Kreuzpass auf 2.395 Metern. In Stepanzminda erwartet Sie das Bild, das Georgien wie kein anderes prägt – die Gergeti-Dreifaltigkeitskirche hoch über dem Tal, mit dem 5.054 Meter hohen Kasbek im Rücken.
Weiter westlich erhebt sich Swanetien, eine der ursprünglichsten Bergregionen des Kaukasus. In Bergdörfern wie Uschguli, einem UNESCO-Weltkulturerbe auf 2.400 Metern Höhe, ragen jahrhundertealte Wehrtürme in den Himmel. Wanderungen zu den Koruldi-Seen oder zu gletschergespeisten Wasserfällen führen mitten hinein in eine Landschaft aus Viertausendern, Gletscherflüssen und blühenden Almwiesen.
Nach den Bergen wird die Landschaft grün und mild: Der Kolcheti-Nationalpark schützt Feuchtgebiete und Wälder, die seit 2021 zum UNESCO-Welterbe zählen. In Batumi erwartet Sie ein ganz anderes Georgien – Palmen am Boulevard, die moderne Skyline der zweitgrößten Stadt des Landes und ein botanischer Garten hoch über dem Schwarzen Meer.
Kachetien gilt als Wiege des Weins – seit rund 8.000 Jahren wird hier nach traditioneller Qvevri-Methode gekeltert. Zwischen Weinbergen besuchen Sie das Kloster Alaverdi und das malerische Sighnaghi, das „georgische Toskana". Den Abschluss bildet eine Supra, die klassische georgische Tafel mit Chinkali, Chatschapuri und Pchali – begleitet von Trinksprüchen, die selten kurz ausfallen.

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