Zur Adventszeit verwandeln handgemachte Kunstwerke, Glühwein aus Kupferkesseln und ein festlich geschmücktes Weihnachtsdorf die georgische Hauptstadt in ein Winterwunderland – und doch bleibt Georgien dabei ganz bei sich: In der Weinregion Kachetien reicht die Tradition der Weinherstellung 8.000 Jahre zurück, während sich über allem die schneebedeckten Gipfel des Großen Kaukasus erheben. Eine Reise, die festliche Lichter, jahrtausendealte Weinkultur und die stille Schönheit des winterlichen Kaukasus zu einem ganz eigenen Winterreiseziel verbindet.
„Georgien: Wo die Seidenstraße zur Weihnachtsstraße wird."
Von den Lichtern Tiflis' über den verschneiten Kaukasus bis in die Weinregion Kachetien.
Die Stadtrundfahrt beginnt an der Metekhi-Kirche mit Panoramablick auf die Altstadt und führt zu Fuß weiter zur Sioni-Kathedrale und über die Friedensbrücke. Mit der Seilbahn geht es hinauf zur Narikala-Festung, bevor das charakteristische Schwefelbäder-Viertel wartet. Am Abend werden Sie von einer lokalen Familie empfangen – mit traditionellen Gerichten wie „Satsivi" und „Khachapuri" sowie der Süßigkeit „Gozinaki" aus Honig und Walnüssen.
Georgien feiert Weihnachten nicht am 24. oder 25. Dezember, sondern erst am 7. Jänner. Die Georgisch-Orthodoxe Kirche folgt bis heute dem julianischen Kalender, der dem gregorianischen rund 13 Tage hinterherhinkt. Dadurch verlängert sich die festliche Zeit in Tiflis spürbar: Die Weihnachtsmärkte öffnen bereits Mitte Dezember und laden bis weit in den Jänner hinein zum Bummeln ein.
Noch bevor der Trubel sich ganz legt, wartet mit Kalanda ein weiteres, eigenständiges Fest: das georgische „alte Neujahr" nach julianischem Kalender, traditionell am 14. Jänner begangen. Vor allem in ländlichen Regionen leben dazu eigene Bräuche und Rituale fort, während man sich in Tiflis noch einmal an der festlichen Tafel, der Supra, versammelt, um mit Trinksprüchen auf das neue Jahr anzustoßen. Wer seine Reise entsprechend legt, kann in Georgien gleich zwei Neujahrsfeste hintereinander erleben.
Über die malerische Georgische Heerstraße geht es hinauf ins Bergland: Die Ananuri-Festung thront am türkisfarbenen Schinwali-Stausee, der Kreuzpass auf 2.395 Metern eröffnet fantastische Panoramablicke, und im Skigebiet Gudauri liegen die Hotels inmitten verschneiter Kaukasus-Gipfel. Ein Ausflug führt zur Gergeti-Dreifaltigkeitskirche am Fuße des 5.054 Meter hohen Kasbek.
Zwischen den Pässen liegen kleine Bergdörfer, in denen jahrhundertealte Steintürme aus dem Schnee ragen – ein stiller Gegenpol zum festlichen Trubel der Hauptstadt und ein Sinnbild für das winterliche Georgien abseits der Weihnachtsmärkte.
Auf dem Weg zurück Richtung Tiflis liegt Gori, die Geburtsstadt Josef Stalins, sowie die in den Sandstein gehauene Höhlenstadt Uplisziche – eine der ältesten Siedlungen Georgiens. In einem historischen Weinkeller aus dem 19. Jahrhundert rundet eine Weinverkostung den Tag ab, bevor es weiter in die Weinregion Kachetien geht.
Kachetien beherbergt 527 endemische Rebsorten, und die Tradition der georgischen Weinherstellung reicht 8.000 Jahre zurück – von der UNESCO als immaterielles Kulturerbe anerkannt. Im Kloster Bodbe liegt das Grab der heiligen Nino, die Georgien einst zum Christentum bekehrte. Nach einer Weinverkostung in einem lokalen Familienweingut lockt die malerische Kleinstadt Sighnaghi, auch „die georgische Toskana" genannt, mit ihrer 4,8 Kilometer langen Stadtmauer und dem Panoramablick über das Alasanital – mit dem winterlichen Kaukasus als Kulisse im Hintergrund.
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